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Ein altes Pfarrhaus, offen für junge Begegnungen

Neben der Kirchenburg von Holzmengen (rumänisch Hosman) im Harbachtal liegt ein Haus, das seine Geschichte weiterlebt: Das ehemalige Pfarrhaus ist heute Begegnungszentrum für Jugendliche aus Rumänien und ganz Europa. Wer kommt, findet einfache Zimmer, einen großen Garten zum Zelten und eine Scheune für Werkstätten und Konzerte – und meist auch Gelegenheit, beim Erhalt des Hauses und der Kirchenburg mitzuhelfen. Getragen wird die Jugendburg vom Verein für Europäisches Jugendbegegnungszentrum Kirchenburg Holzmengen, der hier seit Jahren interethnische und ökumenische Jugendarbeit organisiert – vom stillen Werkstattwochenende bis zum lauten Holzstock-Festival im Sommer.

Die Kirchenburg

Die Kirchenburg von Holzmengen zählt zu den ältesten Kirchenbauten Siebenbürgens. Von der ursprünglichen romanischen Basilika sind nach Umbauten und Jahrhunderten vor allem das Westportal mit seinen Relieffriesen sowie die Arkaden erhalten, die einst Haupt- und Seitenschiffe trennten. Besonders das Relief über dem Portal beschäftigt bis heute Kunsthistoriker und Besucher gleichermaßen – ob Taufszene oder Adam und Eva, das letzte Wort ist nicht gesprochen. Der Erhalt der Kirchenburg ist eng mit der Arbeit der Jugendburg verbunden: Werkstattwochenenden und Spendenaktionen tragen dazu bei, dass die Mauern stehen bleiben.

Veranstaltungen

Das ganze Jahr über bringt die Jugendburg Menschen aus Dorf und Stadt, aus Siebenbürgen und dem übrigen Europa zusammen. Werkstattwochenenden verbinden Handwerk mit Begegnung – wer mit anpackt, lernt nebenbei alte Techniken kennen, die in der Region fast vergessen waren. Interethnische und ökumenische Jugend- und Kulturveranstaltungen schaffen Raum für Austausch zwischen sächsischen, rumänischen und Roma-Jugendlichen aus der Umgebung. Und im Sommer wird es laut: Beim Holzstock-Festival spielen bekannte und aufstrebende Bands vor Publikum aus der ganzen Region – ein Fest, das zeigt, wie Musik Stadt und Land zusammenbringt.